Professionelle Handlungskompetenz
Neben Fachwissen und Methodenkompetenz benötigen Ingenieurinnen und Ingenieure zur erfolgreichen Bewältigung ihrer beruflichen Aufgaben weitere, fachübergreifende Qualifikationen. Von besonderer Bedeutung sind:
- Kreativität als schöpferische Kraft, die Bestehendes in Frage stellt und neue Zusammensänge herstellt, um die Entstehung innovativer Ideen und origineller, neuer Lösungen zu fördern,
- Interdisziplinarität als die Fähigkeit, mit Angehörigen anderer Fachdisziplinen zu kommunizieren, zu kooperieren und gemeinsam neue Lösungen zu entwickeln,
- Forschungsorientierung als die Fähigkeit, Gedanken, Argumentation und Vorgehen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen aufzubauen, Ergebnisse nach wissenschaftlichen Kriterien zu bewerten und eigenes sowie fremdes Handeln mit kritischer Distanz zu reflektieren, sowie
- Diversitykompetenz als die Fähigkeit, konstruktiv mit der Heterogenität von Gruppen in Hinblick auf Geschlecht, Alter, Ethnie und Behinderung umzugehen.
Neben der angestrebten Kompetenzsteigerung in den Bereichen Kreativität, Interdisziplinarität, Forschungsorientierung und Diversity können die einzelnen Maßnahmen zudem zur Reduktion von Studienabbrüchen führen. Der „Blick über den Tellerrand“ kombiniert mit einer intensiven Auseinandersetzung mit dem eigenen Fach und seinen Methoden stärkt die Identifikation mit dem heutigen, globalen Verständnis des Ingenieurberufs.
Fachspezifische Sprachkurse

Die Lehre in den Ingenieurwissenschaften soll durch das Projekt ELLI verbessert werden, dies soll auch durch die Förderung von Studierenden ingenieurwissenschaftlicher Fakultäten mit Migrationshintergrund erreicht werden. Durch die Konstruktion virtueller Labore versucht das Projekt bereits eine Brücke zwischen anwendungsbezogener Lehre und einem Mangel an experimentellem Equipment für hohe Studienplatzkapazitäten zu gewährleisten. Durch ein Angebot fachspezifischer Sprachkurse sollen Barrieren zur studienfachspezifischen Fachsprache für Studierende mit Migrationshintergrund gesenkt werden und so eine Brücke zwischen diversen sprachlichen Hintergründen und wissenschaftlicher Lehre geschlagen werden. Die Grundannahme bisher lautet, dass Studierende mit Migrationshintergrund durch sprachliche Barrieren, insbesondere zur jeweiligen Fachsprache, einen deutlichen Mehraufwand im Studium haben. Diesen Barrieren und einem dadurch entstehenden Mehraufwand für die Studenten soll durch fachsprachliche Sprachkurse entgegengewirkt werden. In Zusammenarbeit mit Vertreterinnen und Vertretern der Fakultäten, den Fachschaften und Sprachkursanbietern wird ein Sprachkurskonzept entwickelt, das die ingenieurswissenschaftliche Fachsprache fokussiert. Auf die Erfahrungen und Vorarbeiten bereits bestehender Sprachkurse für ausländische Studierende soll aufgebaut werden. Vor Beginn eines Semesters (und in dieses hineinreichend) wird ein ingeniuerwissenschaftlicher Sprachkurs angeboten werden. Dessen Inhalte sollen auch nach Absolvierung online in einem virtuellen Lernraum zugänglich gemacht werden um nachhaltige Lernerfolge zu ermöglichen. Nach Abschluss des Sprachkurses erfolgt eine Evaluierung auf studentischer Seite. Hierbei wird zu erfassen sein, inwiefern das Sprachkursangebot zum Verständnis von Studieninhalten beigetragen hat. Stetige Verbesserung und Ausarbeitung des studentisch-orientierten Lernangebots durch Mithilfe der Lernenden soll helfen, ein maximal effizientes Kurskonzept anzubieten, welches Barrieren ingenieurwissenschaftlicher Lehre auf sprachverständlicher Ebene minimiert.
Gefördert von:

Wichtige Termine:
Februar 2015
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